Mobility bedeutet zukunftsweisende „Lebensqualität“

Bewegung und Freiheit sinnbildlich am Meer

Lasst mich den Artikel über Mobility Training mit einem Gedanken von dem Meister des funktionellen Trainings, Herrn Mark Verstegen, einleiten:

Der Körper ist die größte Kapitalanlage die wir haben. Und das Schöne ist – wir haben die Kontrolle darüber. Ist es nicht erstaunlich, dass die meisten Menschen mehr auf Ihre Autos achten als auf sich selbst? Wenn es um das Mobilitätsgerät auf vier Rädern geht, wird viel investiert. Ab dem ersten Tag wird alles getan, um diese Investition zu schützen. Pflichtgemäß wird nach allen 5.000 Kilometern ein Ölwechsel gemacht. Bei den ersten Anzeichen eines Problems wird die Werkstatt aufgesucht. Es werden erweiterte Garantien und Versicherungen erworben, um eine Investition sichern zu wollen, von der man weiß, dass sie spätestens nach 10 Jahren nahezu wertlos ist. Autos und alle anderen materiellen Dinge nützen nichts, wenn wir nicht über die Lebensqualität verfügen, die wir uns wünschen.

Mobility Training ist quasi als Langzeitinvestition in Leistungsfähigkeit und Wohlbefinden zu sehen.

 

Was ist Mobility?

 

Bei Verhärtungen, Schmerzen und Dysfunktionen helfen Mobilitätsübungen, damit sich der Körper wieder besser bewegt und sich geschmeidiger anfühlt. In erster Linie sollen die Bewegungsmuster dazu dienen, Bewegungseinschränkungen von Gelenken, Kapseln und Bändern zu beheben. Des Weiteren dienen die Übungen dazu, muskuläre Verspannungen zu reduzieren, die u.a. für Schmerzen sorgen können. Zusätzlich wird die neuromuskuläre Koordination verbessert, also das Zusammenspiel zwischen Nervensystem und dem Muskel. Durch regelmäßiges Mobility Training wird der Bewegungsumfang (ROM – Range of Motion) bei einer Übung nachweislich verbessert. Ein weiterer Vorteil ist, dass durch das Training Verletzungen im Sport oder Alltag reduziert werden, da die Sensomotorik und Propriozeption geschult werden.

 

Ist Mobility nicht gleich Stretching?

 

Stretching und Mobilitätstraining werden häufig synonym verwendet. Fakt ist, dass beide Methoden den Bewegungsradius eines oder mehrerer Gelenke verbessern. Während Stretching (statisch und / oder dynamisch) in erster Linie die Dehnfähigkeit von Muskeln und Sehnen positiv beeinflusst, werden beim Mobilitätstraining Strukturen durch gezielte Bewegung aktiviert. D.h. wie gut kannst du dich aktiv bewegen und sind deine Gelenke richtig positioniert, um die Übung verletzungsfrei durchzuführen.

 

Warum ist es wichtig?

 

In der heutigen Zeit sind Bewegungsdefizite an der Tagesordnung. Das viele Sitzen im Auto, in der Bahn, beim Essen, auf der Arbeit und am Ende des Tages auf dem Sofa sind schlichtweg nicht gesund für Körper und Geist. Der Körper ist ausgelegt sich zu bewegen und gefordert zu werden. Durch Inaktivität verklebt das Fasziengewebe, der Bewegungsfreiraum zwischen Gelenk und Muskel lässt nach und Folge können dauerhafte Schmerzen und Verspannungen sein. Durch ausgewählte Mobilitätsübungen können Fehlhaltungen und damit verbundene Verspannungen vorgesorgt werden.

 

Wann macht man Mobility?

 

Im Idealfall sollte Mobility Training jeden Tag durchgeführt werden – wie das Zähne putzen. Es muss auch nicht lange dauern. Jeden Tag ein paar ausgewählte Übungen für zehn Minuten reichen schon völlig aus, um sich geschmeidiger, fitter und leistungsfähiger zu fühlen.

An Trainingstagen macht es Sinn, sich mit Mobility-Übungen aufzuwärmen. Dadurch wird der Körper auf Betriebstemperaturen gebracht, die Herzfrequenz und Blutfluss werden angeregt und der ROM wird vergrößert. Somit werden mehr Muskelfasern beim Workout rekrutiert und die Übung wird gleich effektiver.

 

Also, tut Euch was Gutes, mobilisiert Euch und bleibt geschmeidig,

Euer BSF Nutrition Team

 

Literatur

 

Boyle, M. (2011). Fortschritte im Functional Training: Neue Trainingszechniken für Trainer und Athleten. München, riva Verlag.

Verstegen, M., Williams, P. (2010). Core Performance. 8. Auflage. München, riva Verlag.

MacDonald, G. Z., Penney, M. D.H., Mullaley, M. E. , Cuconato, A. L. , Drake, C. D.J, Behm, D. G. and  Button, D. C. (2013). An Acute Bout of Self-Myofascial Release Increases Range of Motion Without a Subsequent Decrease in Muscle Activitation or Force. Journal of Strength and Conditioning Research. 27(3).

 

 

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