Zink – der Held für dein Immunsystem

Zink – der Held für dein Immunsystem

Besonders in der aktuellen Zeit ist Zink bei den Konsumenten der Held und DAS Präparat schlechthin. Denn Zink trägt zu einer normalen Funktion des Immunsystems bei. Das belegen mehrere Studien.

Berichten zufolge erkranken Menschen mit einem geschwächten Immunsystem schneller und wahrscheinlich auch schwerer an Virusinfekten als Menschen mit einem guten Immunsystem.

Aber warum und wie gut ist Zink für uns und unsere Abwehrkräfte? Das erklären wir euch jetzt.

Zink gewinnt in der Gesellschaft immer mehr an Bedeutung. Laut eines Vergleichs der Studien der Insight Health, die im Auftrag des Bundes für Lebensmittelrecht und Lebensmittelkunde (BLL) handelt, ist der Absatz bei Zink-Produkten vom Jahr 2017 auf 2018 um 26,6 % gestiegen. Das verdankt Zink den zahlreichen Studien, die seine Wirkungen belegen.

Es ist das „Immun-Spurenelement“ und ist in mehr als 70 Enzymen enthalten. Es ist nach Eisen das am häufigsten im Körper vorkommende Spurenelement, wobei sich 98 % des Zinkbestands in den Zellen befindet. Seine biologische Bedeutung ist demnach sehr hoch. Es kommt u. a. in der Superoxiddismutase (ein kupferhaltiges Enzym) vor, die eine antioxidative Wirkung hat und damit den Körper vor oxidativen Prozessen schützt. Außerdem ist es Teil vieler Prozesse im Körper, wie Zellneubildung, Zitronensäurezyklus, Säure-Basen-Regulation, Alkoholentgiftung, Proteinsynthese, Transaminierung und Schwermetallentgiftung. Es ist auch ein wichtiger Teil für die Regulierung des Blutzuckerspiegels, der Wundheilung und vor allem in der Immunabwehr. Besonders ältere Menschen profitieren davon. Zink dient zur zellulären Abwehr (Lymphozyten), die bei älteren Menschen oft vermindert ist. Zudem fördert dieses Spurenelement die Umwandlung von Beta-Karotin in Vitamin A.

Besonders auf das Ergebnis der Studie vom November 2016 möchten wir eingehen. Dort endet das Resultat mit folgendem Satz: „… Eine an den tatsächlichen Bedarf angepasste Zinkergänzung kann sich als nützliches Präventions- und Therapeutikum für die menschliche Gesundheit erweisen

Auch Dr. Volker Schmiedel, ein bekannter Fachbuchautor, ist überzeugt von der Wirksamkeit: „Zink stärkt nicht nur das Immunsystem, sondern wirkt auch selbst antiviral.“, schließt er sein Kapitel im Buch „Nährstofftherapie“.

In welchen Nahrungsmitteln kommt es vor?

Zinkreich sind alle Meerestiere (besonders Austern), Fleisch, Milch, Vollkorngetreide, Weizenkeime, Gemüse, Pilze, Ölsaaten wie Sesam und Mohn, Hülsenfrüchte und Käse.

Symptome dafür, dass ein Zinkmangel bei dir möglicherweise vorhanden ist

Ein Defizit kann sich besonders bei älteren Menschen, Pubertierenden, Leistungssportlern oder Vegetariern durch folgende Symptome äußern:

  • Erhöhte Infektanfälligkeit
  • Gestörte Wundheilung
  • Haarausfall
  • Trockene, schuppige Haut
  • Akne
  • Querstreifen der Fingernägel
  • Störungen des Geschmack- und Geruchssinnes
  • Appetitlosigkeit
  • Kraftlosigkeit
  • Depressive Verstimmungen
  • u.v.m

Bei einer Überdosierung kann es zu Übelkeit, Erbrechen und Durchfall kommen.

ACHTUNG: Zink darf nicht bei einer schweren Nierenfunktionsstörung angewendet werden.

Als Richtwert hat die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) eine Zufuhr bei mittlerer Phytatzufuhr bei Kindern zwischen 1 bis 10 Jahren zwischen 3 bis 6 mg pro Tag, von 10 bis 19 Jahren 8 bis 14 mg pro Tag. Für Erwachsene wird die Zufuhr von 8 mg für Frauen und 14mg für Männer, bei mittlerer Phytatzufuhr, empfohlen. (Diese Werte wurden 2019 beschlossen und sind daher aktuell). Als sichere tägliche Höchstmenge wurde von der EFSA der Wert 25 mg angegeben. (Mehr Infos dazu findest du hier . Dabei sollte die Zinkeinnahme streng nüchtern, eine halbe Stunde vor oder drei Stunden nach der Nahrungsaufnahme, erfolgen.

Was ist Phytat?

Phytat ist eine Form der Phytinsäure, die in Pflanzen als Speicherform von Phosphor dient und dabei verschiedene Mineralstoffe, die eine Pflanze bei der Keimung benötigt, bindet. Es bindet Zink im Magen-Darm-Trakt und verhindert dadurch die Aufnahme im Körper. Die Bioverfügbarkeit ist vermindert. Phytat kommt in Hülsenfrüchten und Vollkorngetreide vor. Wenn diese phytathaltigen Lebensmittel mit einer Methode, wie Einweichung, Keimung oder Sauerteiggärung zubereitet werden, kann die Bioverfügbarkeit von Zink erhöht werden. Auch bei gleichzeitiger Einnahme von proteinhaltigen tierischen Produkten kann die Bioverfügbarkeit erhöht werden.

(Ein vielfacher Konsum von Vollkornprodukten und Hülsenfrüchten, die reichlich Phytat enthalten, kann die Bioverfügbarkeit von Zink um bis zu 45 % vermindern. Die Aufnahme von Zink kann durch Phytate, kalzium- oder phosphatreiche Kost sowie bei einem hohen Fettgehalt der Nahrung behindert werden.)

 

 

 Quellen:

DGE – Deutsche Gesellschaft für Ernährung (2019). Ausgewählte Fragen und Antworten zu Zink. https://www.dge.de/fileadmin/public/doc/ws/faq/FAQs-Zink.pdf.

Weißenborn, A.; Bakhiya, N.; Demuth, I.; Ehlers, A.; Ewald, M.; Niemann, B.; Richter, K.; Trefflich, I.; Ziegenhagen, R.; Hirsch-Ernst, K. I.; Lampen, A. (2018). Höchstmengen für Vitamine und Mineralstoffe in Nahrungsergänzungsmitteln. Journal of Consumer Protection and Food Safety, 2018 (13), S. 25 – 39. https://link.springer.com/content/pdf/10.1007/s00003-017-1140-y.pdf.

Schmiedel, V. (2018). Nährstofftherapie – Orthomolekulare Medizin in Prävention, Diagnostik und Therapie. 4. Auflage, Stuttgart: Thieme-Verlag.

 

Weitere Studien zu Zink findet ihr hier:

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/29544801

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/30208601 (Zink und Bluthochdruck)

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/28158479 (Zink und Atemwegsinfektionen)

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/27930412 (Zinkmangel und chronisch entzündliche Darmerkrankungen)

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23806573 (Zink und Depressionen)

https://www.researchgate.net/publication/278042854_Changed_Plasma_Levels_of_Zinc_and_Copper_to_Zinc_Ratio_and_Their_Possible_Associations_with_Parent-_and_Teacher-Rated_Symptoms_in_Children_with_Attention-Deficit_Hyperactivity_Disorder (Zink und ADHS bei Kindern)

https://link.springer.com/content/pdf/10.1007/s10787-017-0309-4.pdf

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